Unsere Körperhaltung

11.03.2021

-Was unsere Körperhaltung über uns verrät und wie wir diesen Zustand verändern können.


Die Körperhaltung gibt Auskunft, wie wir uns gerade fühlen. Wenn jemand zu lange in einer Phase steckst wie etwa dauerhafter Stress, so zeichnet sich das im Körper ab. Wir lernen schon früh uns über den Körper auszudrücken.


Stell dir vor: Ein Mensch mit nach vorne überhängenden Schultern. Der Kopf nach vorne unter gebeugt. Blick nach vorne unten. Die Brust eingezogen. Der Oberkörper ist nach vorne hängend und die Halswirbelsäule ist abgeknickt. Das macht einen kurzen verspannten Hals. Der Rücken weist einen "Buckel" auf. Diese obere verkrampfte Körperhaltung hat Auswirkungen auf die untere Körperhälfte und macht womöglich ein sperriges und unbewegliche Becken. Schulterschmerzen, Nackenschmerzen, Kreuzschmerzen, ... depressiver Zustand. Fehlende Lebensfreude, Erschöpfung, Lungenprobleme, Herzprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwermütig, Bewegungsunfähig, Müdigkeit,... können Begleiterscheinungen davon sein.


Viele von uns kennen diesen Zustand. Ausgelöst von einer negativen Nachricht, Stress, zu viel ertragen müssen-eine Last auf den Buckel tragen, Überbeanspruchung der gleichen Muskulatur durch ständig gleiche Arbeitsvorgänge, sitzende Arbeiten wie etwa am Computer. Fehlender Ausgleich. 


Und nun, stell dir vor wie ein Mensch aussieht, der eine gerade Körperhaltung besitzt. Der locker natürlich Aufrecht steht. Der beweglich in seiner Wirbelsäule ist. Wie auf Wolken leicht sich fortbewegt. Der seinen Körper in jede Richtung ganz locker bewegen kann.. Der Kopf ist aufgerichtet und der Blick horizontal. Die Arme sind locker schwingend an der Seite des Körpers. Das Becken ist Bewegung pur.

Diese Menschen denken positiv. Kommen mit schweren Situationen Besser zurecht. Sie sind viel flexibler im Leben. Freude strahlt von ihnen weit in alle Richtungen.


Kurze Fragen zum Denken: Für welchen Körper entscheidest du dich, wer du selbst sein möchtest? Für den körperlich blockierten Körper oder für den beweglichen Körper? Stell dir das Leben vor, wenn du einen Körper besitzt, der dich mit Leichtigkeit überall hintragen kann. Wie ist da deine Denkweise? Welche Menschen begegnest du? Was würdest du alles machen können? Vergleiche dich dann selbst wie es im höheren Alter dann ist, wenn du einen unbeweglichen Körper hast und dann wie dein Leben im höheren Alter ist, wenn du einen bewegungsfreudigen Körper besitzt? Für welches Leben entscheidest du dich?


Doch wie kommt ich aus dieser "schlechten" Haltung wieder raus?

… Da hilft öfters am Tag in sich selbst reinzuhören und die eigene Selbstwahrnehmung zu schulen. Was ist gerade jetzt mit mir und meinem Körper los? Wie stehe ich gerade? Wie sind meine Gedanken derzeit -Gute oder eher zermürbende schlechte Gedanken? Wie sitze ich jetzt? Mache ich einen Buckel? Kurzer Hals? Habe ich irgendwo gerade Verspannungen? Habe ich irgendwo Schmerzen?


Es gilt die starken Muskeln zu dehnen und die schwachen zu trainieren.


Wie im Beispiel oben ist die Vorderseite zur Brust hin stark und weist verkürzte Muskeln auf. An der gegenüberliegenden Seite ist die obere Rückenmuskulatur geschwächt. Diese hintere Muskulatur kann den Schultergürtel und die Brust nicht mehr nach oben in eine aufrichtende Position ziehen. Hier gilt es die Vorderseite zu dehnen und die hintere Rückenmuskulatur zu stärken.


Beispiele die du auf jeden Fall machen kannst: 

• Die Beweglichkeit erhöhen indem man die Arme seitlich kreisen in beide Richtungen. Mit klein Kreisen beginnen, großwerden und wieder mit kleinen Kreisen Übung abschließen. 

• Die Vorderseite bewusst auch öfters am Tag dehnen indem man die Arme mit der Handfläche nach oben zu Seite und nach Hinten bringt. Dabei wird die Brust nach vorne geschoben und eine "Brustöffnung" findet statt. Die Schulterblätter nähern sich. Mindestesten 7Sekunden diese Position halten.

• Arme ausschütteln

• Kräftigungsübungen für den Oberen Rücken (Im Internet gibt es unzählige Übungen dazu)


Was du sonst noch tun kannst um einen beweglicheren Körper zu bekommen:

• Tai Chi

• Lieblingsmusik auflegen und mal so richtig tanzen

• Den Körper mit Ausdauertraining trainieren wie zum Beispiel Nordic Walking oder auch Wandern.

• Körper entgiften

• Lungentraining

• Herzkreislauftraining

• Lachen, Leben, Lieben

• Abnehmen. Das viele Gewicht belastet die Gelenke und die Organe und die Psyche. "Wer weniger isst als der Körper verbraucht, der nimmt ab". Viel Wasser trinken.

• Den Mineralienhaushalt und Vitamine im Körper achten (Am besten in seine Gesundheit investieren und zu einem erfahrenen Experten gehen)

• Zusätzliche Auflockerung: Bewege dich locker. Mach dich locker. Vielleicht hast du gerade angestrengt am Computer eingestellt. Nun ist eventuell auch dein Kopf "starr". Durchgehendes schütteln des vollständigen Körpers, bringt Entspannung und Lockerheit in den ganzen Körper wieder rein. Versuche es 1 Minute lang dich zu schütteln. Auch die Hände, Arme und Beine, den Kopf, das Gesäß und den Oberkörper. Stell dich nach dieser Übung gerade hin und achte bewusst wie dein Körper nun reagiert.


Viel Spaß beim Experimentieren.


Gesundheitliche Grüße,

Christine Lekar


www.bewegung-erschafft-lebendigkeit.com

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